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julianisches datum in li/oo

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gerald
Beiträge: 18
Registriert: Fr 23. Nov 2012, 21:13

julianisches datum in li/oo

Beitrag von gerald » Do 6. Dez 2012, 01:31

julianisches datum in li/oo
erzeugt einen astronomischen kalender

wenn neue open-offices durch die werbung oder presse geistern…
muss ich immer auch wieder mal testen (hier lio- Version 3.6.3.2).
hab erst excel-exporte verwendet aber wollte mal fair sein
(denn wer weiß, was da alles mit dranhängt…)...
und generierte im lio diesen „astronomischen“ kalender,
um das arbeiten mit lio zu testen.
hab aber nu keine zeit, da weiter oder schöner zu machen…

den vielleicht jemand selbst „irgendwie“ verwenden kann!?
und weiterentwicklungen hier wieder zugänglich macht.

Bild


zeichensatz:

im ordner befindet sich ein astro-zeichensatz,
der in den systemordner muss (c:windows/fonts / unter linux weiß nicht),
damit die tierkreis-zeichen dargestellt werden können
(ascii-chronologisches generieren aus dem vollkreis, nicht unbedingt nötig,
aber die zeichen dienen ja auch dem zeitlichen orientieren…).


manuelle eingaben, nur zwei:

1) n für zeitzone = utc+/-n (steht hier auf null = greenwitch,
da es sich ja um einen internationalen kalender handeln soll
/ man kann auch für alexandria oder palenque generieren).

2) das erste jahr jener dekade, die dargestellt werden soll.

weiter sind keine eingaben nötig.


kalender algorithmik – sehr einfach:

das jahr beginnt astronomisch im frühlingspunkt.
(wer es im wp startet hat den maja-kalender)
das jahr wird in 12 räumliche segmente geteilt
(je 30° = die tierkreiszeichen statt „monate“).

die erde durchläuft diese „monate“ dann zeitlich
im perihel (derzeit im winter) schneller und liefert kurze „monate“
und im aphel (sommer) langsamer. der längste „monat“ hat 32 tage.
und pendelt je nach seinem start „automatisch“, eintritt vor oder nach mitternacht.
auch automatish ensteht der schalttag durch den vierteltag-vorschub.
(ein jahr mit 366 tagen, siehe auch sterntag:
die erde jeden tag ein stückchen weiter drehen muss,
um die sonne wieder am gleich punkt zu sehen
/ und analemma, google, wen es interessiert. kömma ggf
auch hier mit demselben formelwerk in oo generieren, wenn es interessiert.

wenigstens ohne großes design könnt ich es nachliefern.)

ein neues 30°-segment als erster tag im „monat“
entsteht durch den astronomischen eintritt
(stunde, minute, dezimalsekunde an diesem tag, spalte AL).
das alte segment (als vor-monat-letzter tag) endet demnach einen tag vorher
(und daraus resultiert die länge eines „monats“).
algorithmik ende – und man vergleiche selbst mit dem „bürgerlichen kalender“:

das „bürgerliche datum“ (auch gesetzliche datum genannt) steht tageweise in den spalten C bis AH.
die spalte C (jeweils erster tag) wird am ende der liste in spalte AK wiederholt
(so kann man die unterschiedlich langen monats-enden mit dem anfang vergleichen).
direkt davor (in AJ) stehen die anzahl tage in diesem zeichen.
aber das alles ist wohl auch sich selbst erklärend...



funktionen:

im oo-basic gibt es offenbar keine arcus-funktionen
(oder ich kenne den aufruf nicht / hier für degree-wandlung),
also nur im tabellenblatt via bogenmaß möglich
(reihe g im approxi-blatt). egal, es funktioniert auch so.


makros, auf die schnelle nicht schön, aber sie funktionieren:

das makro-handling habe ich noch nicht kapiert
(speichert „bei mir“ immer ohne makros ab
und die tipps halfen mir hier nicht weiter),
aber,
ein export ins excel-format und wieder zurück,
hängte die makros wenigstens an die datei beim zurückkommen
(musste sie allerdings auch dem export hinterhertragen, copy-paste).

(ps: der da mögliche vergleich mit excel ist interessant.
das file funktioniert in excel wie in li/oo-calc, kompatibel)

beim wieder starten in li/oo konnte man
die mitgebrachten makros aus „datei-baum“
in den baum „meine makros“ kopieren
(was jeder beim ersten start selbst machen muss).

aber leider fangen die das arbeiten dann nicht von alleine an.
ich habe wieder neu geladen. erst dann wurde das dokument
(wie auch bei jedem weiteren neuladen) korrekt aufgebaut.
fürs „aktualisieren“ gibt es sicher auch´n shortcut
(den ich nicht fand / sorry, hatte nur ein paar stunden).
Dateianhänge
astro_kalender.zip
hier mit der excel-variante
(388.19 KiB) 120-mal heruntergeladen
astro_kalender.zip
(198.16 KiB) 131-mal heruntergeladen

gerald
Beiträge: 18
Registriert: Fr 23. Nov 2012, 21:13

Re: julianisches datum in li/oo

Beitrag von gerald » Fr 7. Dez 2012, 20:39

puh, da hatte ich ja fast zuviel versprochen
(das war nicht nur knifflig):


im einzelnen:

natürlich kann man (mit obigen daten)
das analemma als jahres-zeitliche kurve
vor seinen raumwinkeln erzeugen,…

aber für ein verstehen (der darin größten elongation)
wäre das wissen um die keplerschen bahndaten „hilfreich“
oder wenigstens das wissen, wo das v_max (also das perihel) ist:

hier danken wir keith burnett für seine funktion(perihel aus jd),
die ich noch (nachgetragen) eingefügt habe
(neuer download hier, jetzt inklusive dem analemma
…und ich habs auf die schnelle auch nur in excel machen können,
und den export zu oo nicht mehr korrekt hingekriegt,
uploade jetzt aber trotzdem… allem inklusive,
für leute, die kein excel haben aber den ersten export im oo reparieren wollen…
sollte folgender screen möglich werden:).

Bild

die algorithmik ist wieder simpel:
ein jahr ist die zeit zwischen zwei frühlingspunkten
(hier am konkreten beispiel „ganz genau“ und nicht verallgemeinert)
geteilt durch zeiteinheiten, verteilt auf diese
(hier 30°-felder als ersatz für die „monate“).

sensible menschen spüren das „vor und zurück“ in den zeiten,…
das hier mal erforscht werden will?

wenn überhaupt,…

werden die meisten das analemma als idealisierten formalismus kennen
(als zeitunterschied der dilatierenden „länge“),
abstrakt und deshalb müssig, einem zu verstehen scheint.
und, wer es mal konstruiert (wie hier in einem tab-calc, ja, das geht),
der kann sehr selbs-verständnisvolle überraschungen erleben
(wie es wenigstens mir erging):
da spüren so viele ihr „unsicheres“ vetrauen zur uhrzeit
und verstehen jetzt endlich warum:

da ist diese longitudinale dilatation
(= das stauchen und dehnen der „zeit-abschnitte“),
der „wir“ einerseits respektvoll unterschiedlich lange monate in unserem kalender huldigen
(aus den astronomischen fakten rudimentär, was den kalender von heute betrifft),
aber andererseits dann mit der chronologie von quanteneffekten einer „atom-uhr“ messen.

nennen wir das zweite eine idealisierte oder virtuelle größe parallel astronomischer fakten
(die derweil vom gesetzgeber festgelegt wird, braunschweig, technische bundesanstalt,
macht „unsere“ zeit). dann ist das andere eine (wenigstens astronomisch) wahre größe,
die uns die pikante feststellung erlaubt,
dass der glöckner einer turmuhr vor noch hundert jahren,
eine um dekaden der ganzen stunde genauere zeit stellte:

er justierte jeden mittag die zwölfe auf den durchgang der sonne
(und ich sehe noch heute meinen großpapa auf dem acker,
sich die neuigkeit gleich in die taschenuhr zu stellen).
-
was heute in seinem zusammenspiel jener zeitempfinden verwirrt,
die damit einfach nicht lernen umzugehen. und wer es dann endlich gelernt hat,
dem mutet man im sommer gleich noch mal eine ganze stunde
„schon wieder zu spät“ zu sein zu (sommerzeit).

das alles betrifft, wie gesagt, nur sensible gemüter mit einer „inneren uhr“,
die ja dann im winter wieder ausschlafen können. pfeifedeckel:
die merken nicht mal, dass am einundzwanzigsten dezember die längste nacht war,
weil „noch bis zum zweiten januar“ die sonne jeden tag später aufgeht,
und erst am vierten eingeholt wird.

da werden wir ganz meschugge. weil wir alle sensible gemüter wären?
nein. weil dieses „gesetzliche“ zeitmanagement kein demokratisches votum hat,
bis heute nicht. oder hab nur ich da was nicht mitgekriegt?

naja, die selbstverständnisvollen erkenntnisse haben wir jetzt wenigstens,
in form toleranz für so manch schlechte laune, wenn mal wieder jemand
mit erhobenem zeigefinger auf die uhr schaut, oder?
Dateianhänge
astro_kalender_mit analemma.zip
(815.14 KiB) 119-mal heruntergeladen

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